| Betrachten wir ein durchschnittliches Einfamilienhaus - also
keinen Neubau - mit einem Jahresverbrauch von 3.000 Litern Öl. Von diesen 30.000 kWh werden etwa
15% Energie für warmes Brauchwasser und rund 85% für Heizwärme benötigt. Warmes Brauchwasser wird gleichmäßig über das Jahr benötigt. In den 8 Monaten März bis Oktober werden etwa 80% des Bedarfs gedeckt. Vom gesamten Wärmebedarf sind das aber nur 8% (2/3 von 15% = 10%, davon 80%). Dafür wird eine Solarfläche von 8 qm mit einem 500 Liter Speicher erstellt. Die restlichen 85% entfallen auf den Heizwärmebedarf, doch dieser ist ungleichmäßig verteilt. Es gibt grob 4 unterschiedliche Zeiten. Diese sind von den Wetterbedingungen abhängig und schwanken deshalb auch stärker von Jahr zu Jahr: - etwa 51% entfallen auf Dez. bis Febr. (kaum nennenswerte Sonnennutzung) - rund 18% auf März und April (die Sonne kann wieder genutzt werden) - ca. 9% auf Mai bis Sept. (Sonnennutzung: Speicher mit Wochenkapazität) - schließlich 22% für Okt. und Nov. (Wärmepumpe mit größerem Speicher). Folglich ist verfügbare Solarwärme bis zum Bedarf für einige Zeit zu speichern. Aber eine Öl- oder Gasheizung kann die gespeicherte Wärme praktisch nicht nutzen. Besser eignen sich Wärmepumpen, die niedrig temperierte Wärme auf das benötigte Niveau anheben. |
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| Solare Wärme lässt sich nur dann sinnvoll in die Heizung
einbinden, wenn größere Solarflächen und größere Speicher vorgesehen werden.
Bei zu niedriger Temperatur hebt eine Wärmepumpe das Niveau sehr effizient an. So können vom
Frühjahr bis zum Herbst kältere Tage abgedeckt werden. Die üblichen kleinen Speichern
wären nach wenigen Stunden entleert. Gerade in dieser Zeit arbeiten Öl- oder Gasheizungen durch
Takten mit schlechtem Wirkungsgrad. Den Winterbeginn deckt ein größerer externer Wasserspeicher ab. Die Speicherung im Wasser ist besser als die im Erdreich (bei Erdkollektoren oder Bohrungen), weil Wärmeleitung und -kapazität vom Erdreich geringer sind. Bei Kälte ist ein bivalenter Betrieb vorteilhafter (z.B. durch einen Holzofen): geringerer Erstellungsaufwand, Einsparungen an Energie und Kosten etwa 50%. Sie können auch auf Öl und Gas ganz verzichten, dann sind Einsparungen von 65% bis 80% möglich. Das setzt aber eine größere Solarfläche nach Süden voraus. Diese kann auch am Balkon, an Hauswänden (hier bis 60° geneigt), Nebengebäuden oder ganz frei aufgestellt werden. |
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